Oldtimer, die faszinieren

Wertvolle Oldtimer gibt es in nahezu allen Fabrikaten. Bugatti genauso wie Wanderer, BMW, Cadillac und Mercedes Benz und VW Käfer. Der Preis wird von Zustand, Seltenheit und der Nachfrage nach einem bestimmten Modell bestimmt. Eines haben aber die meisten Oldtimer gemeinsam: Häufig waren Sie zu Ihrer Zeit sportliche, PS-starke Autos, die heute legendär sind und mit zeitloser Eleganz bestechen.

Wie wird ein Wagen Oldtimer?

Als Oldtimer gelten in Deutschland Fahrzeuge, die seit mindestens 30 Jahre zugelassen sind. Ist dies der Fall, können die Autobesitzer ein rotes 07er-Nummernschild beantragen, auf das auch mehrere Autos eingetragen werden können. So können Oldtimerfans die Autos zu wechseln ohne ständig dafür eine neue Versicherung abschließen zu müssen. Die jährliche Steuer für Oldtimer beträgt bei Motorrädern 46,02 Euro, für Autos 191,73 Euro. Kfz, die vor dem 1. Juli 1969 erst zugelassen wurden, benötigen keine Abgasuntersuchungen mehr und dürfen ohne Plakette auch in die Umweltzonen der Großstädte fahren. Ist das chromblitzende Vehikel technisch einwandfrei und entspricht der Zustand dem Original – ohne Leistungssteigerung und Fahrwerksumbauten – darf das H-Kennzeichen beantragt werden. Zur Klassifizierung des technischen Zustandes von Oldtimern wird ein Schulnotensystem benutzt. Von 1 wie makellos bis 6 wie schrottreif.

Restauration oder originalgetreuer Nachbau?

Unter Oldtimerfans wird eine Restauration oft kontrovers diskutiert. Ist beispielsweise ein Fachzeug mit aufpoliertem alten Original-Lack wertvoller als ein komplett neu lackierter Wagen?

Die Restauration von Oldtimern ist oft zeitaufwändig und teuer und ähnelt in manchen Fällen der Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Denn längst nicht alle verschlissenen Teile gibt es noch neuwertig von der Stange. Originalteile aufgespürt können u.a. in Werkstätten, bei Liebhaberklubs und durch Inserate in Oldtimer-Zeitschriften werden. Oft müssen sie von Fachwerkstätten nachgebaut werden. In aufwändiger Kleinarbeit können Karosseriebauer aus alten Scheunenfunden chromblitzende Schmuckstücke basteln. Über Monate, manchmal Jahre entsteht ein Museumsstück. Was nicht zu besorgen ist muss in Handarbeit nachgefertigt werden. Teile werden dokumentiert und mit alten Konstruktionsunterlagen verglichen. Wenn möglich, wird Kontakt zum Erstbesitzer aufgenommen, um Details abzustimmen.

Die Liebhaberstücke sind oft noch straßentauglich, wenngleich Federung, Spritverbrauch, Straßenverhalten und Bremsen längst nicht mehr zeitgenössischen Ansprüchen genügen.


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